Ärzte in Videokonferenz iStock/nensuria

Bessere Versorgung für Covid-Patient:innen – durch Telemedizin

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Ob schwere Verläufe oder Long-Covid: Die Pandemie ist für das Gesundheitssystem eine große Herausforderung. Baden-Württemberg will künftig kleinere Kliniken bei der Versorgung der betroffenen Patient:innen unterstützen – durch die Förderung eines telemedizinischen Netzwerkes 

Insgesamt zehn Kliniken, darunter Häuser in Heidelberg, Freiburg, Tübingen und Ulm sollen deshalb sogenannte Telemedizin-Zentralen werden, wie das Land mitteilte. 75 Kliniken wiederum bekommen für ihre Intensivstationen mobile Telemedizineinheiten – im Klartext: Videokonferenz-Wagen. Das unterstützt das Land mit rund 1,5 Millionen Euro. Mit der Förderung sollen die Krankenhäuser Covid- und Long-Covid-Patientent:innen bestmöglich behandeln können.

Patient:innen in der Fläche mit Spezialist:innen zusammenbringen

"Die Corona-Pandemie stellt unsere Krankenhäuser vor große Herausforderungen – vor allem deren Intensivstationen. Etwa zehn Prozent der COVID-19-Patientinnen und Patienten haben zudem mit Langzeitfolgen zu kämpfen", sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen) laut Mitteilung. "Gerade die kleineren Kliniken in der Fläche profitieren von dem Aufbau eines Netzwerkes."

Es gebe bundesweit wenige Nachsorge-Ambulanzen, die Patient:innen mit Long-Covid betreuen, erklärte Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manfred Lucha (Bündnis 90/Die Grünen). Um in der Fläche Patient:innen mit hochspezialisierten Ärzt:innen zusammenzubringen, setze das Land auf Telemedizin. Außerdem vernetze diese auch die Mediziner:innen untereinander stärker.

Vernetzung der Kliniken schon erprobt

CoFit II heißt das Vorhaben. Die RKH-Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim und das Universitätsklinikum Freiburg haben den Förderantrag beim Gesundheitsministerium gestellt und vom Kabinett bewilligt bekommen. Mehr Zusammenarbeit unter den Kliniken ist in Baden-Württemberg nicht neu: Seit der zweiten Corona-Welle besteht das sogenannte intensivmedizinische Covid-19-Clusterkonzept. Dabei soll die frühzeitige Verlegung von Patient:innen die Überlastung einzelner Kliniken vermeiden.

Mehr als 200 Symptome bei Long-Covid

Nicht nur Patient:innen mit einem schweren Verlauf können von Long-Covid betroffen sein – auch die mit einer leichten oder symptomlosen Erkrankung kann es treffen. Laut einem Bericht im Ärzteblatt gibt es mehr als 200 Long-Covid-Symptome: Müdigkeit, eine geringe Belastbarkeit und kognitive Störungen zählen demnach zu den häufigsten. Aber auch Halluzinationen, Muskelzittern, Durchfall oder Tinnitus seien mögliche Symptome.


Schlagworte

Corona Telemedizin

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