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Apps gegen Angststörungen im Test: Nur zwei überzeugen

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Gerade bei psychischen Leiden ist es wichtig, dass digitale Behandlungsangebote wirksam und sicher sind. Die Stiftung Warentest hat nun neun Apps gegen Angststörungen untersucht. Das Urteil: Nur zwei sind empfehlenswert, die restlichen weisen zum Teil erhebliche Mängel auf

Die Stiftung Warentest hat in ihrer aktuellen Ausgabe neun Apps gegen Angststörungen bewertet. Darunter waren auch fünf digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA). Diese Apps können sich Patient:innen von einem Arzt oder Psychotherapeuten auf Rezept verschreiben lassen, die gesetzlichen Krankenkassen erstatten die Kosten dafür.

Nur zwei der getesteten Online-Selbsthilfe-Programme stuft die Stiftung Warentest allerdings als empfehlenswert ein: Sowohl das Angebot von HelloBetter als auch von Velibra erhielten das Gesamturteil "gut", während die anderen Apps nur mit "befriedigend" bis "mangelhaft" bewertet wurden.

Für die Bewertung berücksichtigten die Tester drei Faktoren:

  • das zugrundeliegende Konzept des jeweiligen Anbieters (u.a. Methoden, Einsatz von Medien, Expertenbeteiligung, Nutzerfreundlichkeit und Patientensicherheit),
  • der belegte Nutzen durch aussagekräftige Studien sowie
  • der Schutz der persönlichen Daten.

Während beim Datenschutz fast alle getesteten Apps nur ein "befriedigend" bekamen, führten bei den meisten Programmen die zum Teil erheblichen Mängel in punkto Konzept oder belegter Nutzen zu Punktabzug.

Nur HelloBetter gegen Panikstörung und Agoraphobie sowie Velibra gegen Panikstörung, Agoraphobie und soziale Phobie überzeugten mit einem stimmigen Konzept, das die Nutzer:innen auch motiviert, dranzubleiben. Beide Programme können zudem ihre Wirksamkeit durch aussagekräftige Studien belegen und sind damit laut Urteil des Stiftung Warentest geeignet, um Menschen mit Angststörungen helfen zu können.

Velibra ist als DiGA im Verzeichnis des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte gelistet. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten dafür. HelloBetter befindet sich im Aufnahmeprozess. Nur eine Kasse zahlt im Moment für das Programm. Der komplette Testbericht ist auf test.de kostenpflichtig abrufbar.

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