Frau beim Psychologen Shutterstock/Photographee.eu

Apps ersetzen keine Psychotherapie

2 Min. Lesezeit

Das Angebot an Apps gegen psychische Belastungen wächst. Therapeuten dämpfen die Hoffnungen auf schnelle digitale Hilfe. App-Anbieter betonen die Vorteile für Menschen in Stresssituationen

Die Präsidentin der Landespsychotherapeutenkammer in Rheinland-Pfalz, Sabine Maur, bezweifelt den tatsächlichen Nutzen von therapeutischen Apps: "Eine App, die per Mausklick gegen Depressionen helfen soll, ist eine Irreführung von psychisch belasteten Menschen, die Hilfe suchen." Sie warnt davor, dass eine gescheiterte Selbsttherapie ohne professionelle Unterstützung eine Depression sogar verschlimmern kann. Die Expertin warnt auch vor Online-Therapien, bei denen Gespräche mit Psychologen angeboten werden, die keine therapeutische Ausbildung haben.

Allerdings: Bestimmte Apps können eine gute Begleitung zu einer Therapie oder für die Überbrückung der Wartezeit auf einen Therapieplatz sein. Digitale Verhaltenstagebücher etwa sind bei einer Psychotherapie oft nützlich.

Bernadette Frech, CEO der Online-Therapieplattform Instahelp, differenziert zwischen unterschiedlichen Anwendungsbereichen. Für sie kann eine App flexible und schnelle Hilfe in Stresssituationen und bei persönlichen Problemen bieten. Allerdings erklärt auch sie, dass Apps Stresssymptome und mentale Belastung lindern können, Menschen mit psychischen Störungen allerdings dringend eine Praxis aufsuchen sollten.

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