3D-Druck Shutterstock/belekekin

3D-Druck für bessere Prothesen

1 Min. Lesezeit

Der 3D-Druck setzt sich zunehmend auch in der Medizin durch. Insbesondere in der Medizintechnik wird die Methode eingesetzt – beispielsweise für die Herstellung von Prothesen

So ermöglichen es 3D-Drucker bereits heute, individuell angepasste Kieferprothesen herzustellen, die nach einer Tumoroperation implantiert werden. Während die Prothesen heute dank eines Scans passgenau angefertigt werden können, war dafür früher langwierige Handarbeit erforderlich. Auch das Risiko von Komplikationen ließ sich so deutlich reduzieren.

Dass der 3D-Druck in der Medizinbranche immer wichtiger wird, bestätigt auch Güngör Kara, Chief Digital Officer bei Ottobock, einem Hersteller von Prothesen. Dabei gebe es noch einiges unausgeschöpftes Potenzial bei der Methode, dass durch neue Materialien und bessere Geräte noch verbessert werden könne.

Gerade sogenannte biokompatible Materialien können verhindern, dass es zu Abstoßungsreaktionen des Körpers kommt. Die Stoffe müssen dabei nicht nur biologisch verträglich sein, sondern auch eine besonders lange Haltbarkeit aufweisen.

In Zukunft könnte es möglich sein, nicht nur Prothesen, sondern auch menschliche Organe per 3D-Drucker herzustellen. So hatte ein Forschungsteam aus Israel im vergangenen Jahr ein menschliches Herz gedruckt. Dieses war zwar noch nicht einsatzfähig, für Mäuse und Ratten wurden jedoch bereits funktionsfähige künstliche Organe entwickelt.


Schlagworte

Forschung

Newsletter Anmeldung

Jede Woche aktuelle News und Hintergründe direkt in Ihr Postfach

Optionale Angaben
Ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen
Bitte stimmen Sie der Datenschutzerklärung zu
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse an
Ihre Eingabe ist zu lange